IHR SPEZIALIST

FÜR IHREN ELLENBOGEN

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Schulter- und Kniechirurgie, Sporttraumatologie

Prof. Dr. med. Mathias Wellmann

 

Zertifizierter Arthroskopeur (Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie), AGA-Instruktor
Zertifizierter Schulter- und Ellenbogenchirurg (Deutsche Gesellschaft für Schulter- und Ellenbogenchirurgie)

Bei Osteochondrosis dissecans handelt es sich um eine im jugendlichen Alter vorkommende Durchblutungsstörung umschriebener Knochenareale. Am Ellenbogen ist besonders die Gelenkrolle des Oberarms betroffen (Capitulum humeri). Die Erkrankung durchläuft mehrere Stadien und endet mit der Herauslösung eines Knorpel-Knochen-Fragmentes ("Gelenkmaus") aus der Gelenkfläche ("Mausbett").

Symptome

Die Symptome reichen von Belastungsschmerzen im Anfangsstadium bis zu Blockadephänomenen und Einklemmungserscheinungen im fortgeschrittenem Stadium.

Diagnose

Die Diagnose wird durch die klinische und Untersuchung des Gelenkes und die Anfertigung eines MRTs gestellt. Die Schweregradeinteilung erfolgt anhand der MRT-Bildgebung.
 

Jetzt MRT Termin vereinbaren


Therapie

Die Therapie reicht von der Entlastung des Ellenbogens im Anfangsstadium über eine Ellenbogengelenksspiegelung mit Heilungsstimulation und/oder Refixation bis hin zur arthroskopischen Entfernung des Fragmentes und Knorpeltherapie.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfolgt unter Belastungskarenz für ca. 6 Wochen und im Normalfall ohne Ruhigstellung des Gelenkes.

Bei freien Gelenkkörpern handelt es sich um Knorpel- oder Knochenfragmente, die sich frei im Gelenk bewegen und zu Blockadeerscheinungen und Knorpelschäden führen.

Ursache können Erkrankungen der Gelenkschleimhaut (Chondromatose), durchgemachte Knochenbrüche (Radiuskopffraktur) und eine beginnende Arthrose des Ellenbogengelenkes sein.

Symptome

Typische Symptome sind Blockadephänomene und Einklemmungserscheinungen des Gelenkes und ggf. eine endgradige Bewegungseinschränkung.

Therapie

Die Therapie besteht in nahezu allen Fällen in der arthroskopischen Entfernung des freien Gelenkkörpers (Schlüsselloch-OP).

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfolgt ohne Ruhigstellung des Ellenbogens oder Einschränkung des Bewegungsradius.

Die Gelenksteife des Ellenbogengelenkes kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig ist sie durch eine beginnende Arthrose des Gelenkes verursacht. Verursacht wird die Gelenksteife dann durch knöcherne Anbauten und Vernarbungen der Gelenkkapsel. Seltener sind Bewegungseinschränkungen nach vorausgegangenen Verletzungen und anschließender Ruhigstellung des Gelenkes.

Symptome

Das typische Symptom ist ein Beuge- und/oder Streckhemmung des Gelenkes. Die Bewegungseinschränkung kann schmerzhaft oder schmerzfrei sein.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch Abklärung der Krankengeschichte, Untersuchung des Gelenkes und Anfertigung von Röntgenbildern.

Therapie

Bei schwerwiegenden und insbesondere schmerzhaften Bewegungseinschränkungen des Ellenbogens wird eine operative Therapie empfohlen. Diese besteht in einer Gelenkspiegelung mit Abtragung der knöchernen Wucherungen und Lösung der kapsulären Verklebungen (Arthrolyse). Auch die Schmerzlinderung ist durch diese Maßnahme häufig sehr gut.

Nachbehandlung

Um eine möglichst optimale Wiederstellung der Beweglichkeit zu erreichen erfolgt die OP im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes über ca. 4-5 Tage. Der Aufenthalt dient der intensiven krankengymnastischen Beübung nach der OP.

Die Arthrose des Ellenbogengelenkes kommt ähnlich dem Hüft- und Kniegelenk ohne erkennbare Ursache vor, kann aber vorzeitig bei Rheumapatienten oder nach Vorschädigungen (Knochenbrüche, Luxationen) auftreten.

Symptome

Das erste Anzeichen besteht häufig in einer unspezifischen Belastungsschmerzhaftigkeit des Ellenbogens. Häufig geht der Belastungsschmerz in der Folge mit einer zunehmenden Bewegungseinschränkung einher.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt primär anhand des Röntgen- und MRT-Befundes. Die Behandlungsbedürftigkeit richtet sich dagegen nach der Schmerzsymptomatik und dem Grad der Bewegungseinschräkung.
 

Jetzt MRT Termin vereinbaren


Therapie

Im Anfangsstadium und bei mittelgradigem Verschleiß des Gelenkes mit im Vordergrund stehender Bewegungseinschränkung bietet eine Gelenkspiegelung mit Abtragung der störenden knöchernen Anbauten (Osteophyten) und Lösung der Kapselverklebungen die Therapie der Wahl. Nur bei sehr fortgeschrittener Arthrose und knöcherner Deformierung der Gelenkflächen aufgrund von Rheuma oder nach Frakturen wird die Implantation einer Ellenbogengelenksprothese empfohlen.

Nachbehandlung

Nach der arthroskopischen Arthrose-Therapie ist keine Ruhigstellung erfoderlich. Die Nachbehandlung nach Implantation einer Ellenbogengelenksprothese erfolgt mit einer temporären Ruhigstellung und einem Klinikaufenthalt von ca. 5-7 Tagen.

Die sog. Epikondylitis bezeichnet eine Sehnenansatzentzündung der Strecksehnen an der Aussenseite des Ellenbogengelenkes. Die Ursache besteht in einer chronischen Belastung, z.B. durch monotone körperliche Tätigkeiten (Schreibtischtätigkeit, Gartenarbeit, etc.) aus. Auch sportliche Belastungen (Hanteltraining) können eine Epikondylitis hervorrufen.

Symptome

Die Symptomatik besteht in einer Belastungsschmerzhaftigkeit im Bereich des Sehnenansatzes an der Aussenseite des Ellenbogens. Insbesondere bei Streckung des Handgelenkes gegen Widerstand und beim festen Faustgriff werden die Schmerzen ausgelöst.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch die körperliche Untersuchung und die Bestätigung des Befundes im MRT. Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik (Plica-Syndrom) sollten ausgeschlossen werden.
 

Jetzt MRT Termin vereinbaren


Therapie

Da in den meisten Fällen kein struktureller Schaden der Sehne vorliegt, erfolgt die Therapie zunächst nicht operativ. Eine Stimulation der Heilung kann durch die Anwendung von Stosswellentherapie und die lokale Injektion von autologem conditioniertem Plasma (ACP: Eigenblutextrakt) erzielt werden. Ergänzend sollte ein sog. exzentrisches Training durchgeführt werden. Hierfür wird ein individuelles Übungs-Programm erstellt. Nur bei sehr langwierigen und chronischen Verläufen mit bereits eingetretener Schädigung des Sehnenansatzes wird eine operative Therapie empfohlen.

Nachbehandlung

Die Behandlung beinhaltet in allen Fällen eine Vermeidung von schweren körperlichen Tätigkeiten über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten. Eine Ruhigstellung des Gelenkes in nicht erforderlich.

Die sog. Epikondylitis bezeichnet eine Sehnenansatzentzündung der Strecksehnen an der Innenseite des Ellenbogengelenkes. Die Ursache besteht in einer chronischen Belastung, z.B. durch monotone körperliche Tätigkeiten aus. Auch sportliche Belastungen (Hanteltraining) können eine Epikondylitis hervorrufen.

Symptome

Die Symptomatik besteht in einer punktförmigen Belastungsschmerzhaftigkeit im Bereich des Sehnenansatzes an der Innenseite des Ellenbogens. Insbesondere bei

Streckung des Handgelenkes gegen Widerstand und beim festen Faustgriff werden die Schmerzen ausgelöst.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch die körperliche Untersuchung und die Bestätigung des Befundes im MRT.

Jetzt MRT Termin vereinbaren

Therapie

Da in den meisten Fällen kein struktureller Schaden der Sehne vorliegt, erfolgt die Therapie zunächst nicht operativ. Eine Stimulation der Heilung kann durch die Anwendung von Stosswellentherapie und die lokale Injektion von autologem conditioniertem Plasma (ACP: Eigenblutextrakt) erzielt werden. Ergänzend sollte ein sog. exzentrisches Training durchgeführt werden. Hierfür wird ein individuelles Übungs-Programm erstellt. Nur bei sehr langwierigen und chronischen Verläufen mit bereits eingetretener Schädigung des Sehnenansatzes wird eine operative Therapie empfohlen.

Nachbehandlung

Die Behandlung beinhaltet in allen Fällen eine Vermeidung von schweren körperlichen Tätigkeiten über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten. Eine Ruhigstellung des Gelenkes in nicht erforderlich.

Zu ellenbogengelenksnahen Ausrissen der langen Bizepssehne (distale Ruptur) kommt es primär durch Hebebelastungen oder anderweitige starke Beanspruchungen. In einigen Fällen besteht ein Vorschaden der Sehne.

Symptome

Bei einer vollständigen Ruptur kommt es typischerweise zum Hochtreten des Bizeps-Muskelbauchs am Oberarm. Häufig besteht ein Bluterguss im Bereich der Ellenbeuge. Bei chronischen Verletzungen besteht primär ein Kraftverlust für die Beugung im Ellenbogen und die Einwärtsdrehung der Hand.

Diagnose

Die Diagnose wird durch die klinische Untersuchung gestellt. Ein MRT gibt Auskunft über die Retraktion des Sehnenstumpfes und bei unvollständigen Rupturen über das Ausmaß des Sehnenschadens.
 

Jetzt MRT Termin vereinbaren


Therapie

Die Therapie besteht in einer möglichst zeitnahen Refixation der Bizepssehne am Speichenknochen (Radius). Die Operation wird in minimalinvasiver Technik durchgeführt. Bei chronischen Verletzungen und starker Retraktion des Sehnenstumpfes kann die Sehne mittels überbrückendem Sehnentransplantat wieder an den Knochen fixiert werden.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfordert eine kurzzeitige Ruhigstellung des Ellenbogens. Anschließend werden das Bewegungsausmaß und die Belastung nach einem individuellen Nachbehandlungsschema gesteigert. Die vollständige Ausheilungsdauer beträgt 3 Monate.

Nach Ausrenkung (Luxation) des Ellenbogengelenkes oder seltener auch nach Stürzen ohne Luxation kann es zu einer Seitenbandverletzung kommen. Diese kommt häufiger aussenseitig (radiales Seitenband) und seltener innenseitig (ulnares Seitenband) vor.

Symptome

Heilen die Seitenbänder nicht stabil aus, verbleiben aufgrund der Restinstabilität häufig Belastungsschmerzen. Vollständige Rezidivluxationen sind dagegen selten.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt primär durch die klinische Untersuchung des Gelenkes. Hierbei werden der Schweregrad und die Lokalisation der Instabilität festgestellt. MRT und Röntgenbilder liefern ergänzende Hinweise für den Nachweis der Bandverletzung und die Schwere der Instabilität.
 

Jetzt MRT Termin vereinbaren


Therapie

Bei eindeutiger Instabilität wird eine Bandplastik des betroffenen Seitenbandes angeraten. Hierfür wird ein Sehnentransplantat verwandt. Vor der eigentlichen Bandplastik erfolgt eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) zur Behandlung von Begleitverletzungen. Nur bei frischen Verletzungen ist eine Bandnaht möglich.

Nachbehandlung

Postoperativ wird der operierte Arm in einer Orthese entlastet. Hieraus wird der erlaubte Bewegungsradius des Armes sukzessive freigegeben. Die Nachbehandlung folgt einem individuellen Nachbehandlungsplan.