IHRE SPEZIALISTEN

FÜR IHRE WIRBELSÄULE

Facharzt für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Axel Piepgras

 

Prof. Dr. Axel Piepgras ist Gründer der Praxis und hat in seiner Tätigkeit als Neurochirurg mehr als 15000 Wirbelsäulenerkrankungen operativ behandelt.

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie. Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin.

Prof. Dr. med. Tobias Hüfner

 

Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gesellschaften (DGU, DGOOC, OTA, Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE), AO SPINE, AO TRAUMA, Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG), North American Spine Society (NASS)

Facharzt für Neurochirurgie

PD Dr. med. Florian B. Freimann

 

Neben einem breiten wirbelsäulenchirurgischen Behandlungsspektrum gehört Herr PD Dr. Freimann zu einem ausgewähltem Kreis von Operateuren in Norddeutschland, der die Methode der operativen Schmerztherapie mittels Neurostimulator anwendet.

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Der Gallertkern drückt auf die Nerven.

Bei einem Bandscheibenvorfall hat der weiche Gallertkern der Bandscheibe seine faserige Hülle durchbrochen (Bandscheibenvorfall) oder diese zumindest so stark gedehnt (Bandscheibenvorwölbung), dass die austretende Gallertmasse auf die umliegenden Nerven drückt. Die Symptome sind starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühl oder sogar Lähmungserscheinungen.

Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule

Rutscht das Bandscheibengewebe nach hinten oder seitlich in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) beziehungsweise in den Austrittskanal der Nervenwurzeln (Foramen), können diese Strukturen verengt werden. Hieraus resultieren typischerweise Schmerzen des unteren Rückens, die aber auch über das Gesäß bis in die Beine ausstrahlen können.

Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule

Bei einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich sind die sieben oberen Wirbelkörper betroffen. In diesem Fall leiden viele Patienten unter Nacken- und Kopfschmerzen, die teilweise bis zu den Armen hin ausstrahlen können. In seltenen Fällen kommt es durch den Bandscheibenvorfall auch zu einem erheblichen Druck auf das Rückenmark (zervikale Myelopathie). Hierdurch können wiederum Ausfallerscheinungen mit Elektrisieren in Armen und Beinen, unkontrolliertes Zucken der Beine, Gangstörungen sowie Blasen- und Mastdarmstörungen hervorgerufen werden.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch die körperliche Untersuchung und die Bestätigung des Befundes im MRT.
 

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Eine Ursache für Schmerzen an der Wirbelsäule kann auch Osteoporose sein.

Osteoporose bezeichnet eine Skeletterkrankung mit beeinträchtigter Knochenqualität. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko Knochenbrüche zu erleiden.

Dazu einige Zahlen: Allein in Deutschland sind etwa 2,5 Millionen Menschen von osteoporotischen Wirbeldeformitäten betroffen – mit stark steigender Tendenz. Etwa die Hälfte der erkrankten Menschen leidet unter dauerhaften Rückenschmerzen. Jedes Jahr werden 405.000 neue osteoporotische Brüche an Unterarm, Oberschenkelhals und Wirbelkörpern diagnostiziert. Bei 20% der Patienten kommen binnen 12 Monaten Folgebrüche hinzu.
 

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken?

  • Frauen sind überdurchschnittlich betroffen
  • ältere Menschen
  • Menschen mit vorausgegangenen Frakturen (Knochenbrüchen)
  • Menschen, die leicht stürzen
  • Raucher Menschen mit Untergewicht
  • Menschen, in deren Familien bereits Osteoporose aufgetaucht ist
  • Menschen, die kortisonhaltige Medikamente einnehmen
  • Menschen, die keinen Sport treiben und sich wenig bewegen.


Wie kann man Osteoporose vorbeugen?
Generell wird eine „knochengesunde Lebensweise“ empfohlen, d.h. tägliche Aktivität im Freien für wenigstens 30 Minuten. Eine ausreichende Calciumzufuhr (1000-1500 mg Ca/d) wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung sichergestellt. Für in ihrer Mobilität eingeschränkte Frauen wird eine zusätzliche Gabe von 1200mg Calcium und 800 IE Vitamin D3 empfohlen.


Wie entstehen osteoporotische Wirbelkörperbrüche?
Patienten ziehen sich typischerweise durch banale Stürze oder auch ohne, dass sie sich besonders erinnern können, Kompressions- und Sinterungsfrakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule zu. Bei der Röntgendiagnostik findet man typischerweise Brüche mehrerer Wirbelkörper auch auf unterschiedlichen Höhen.

Durch Sinterung (d.h. die Wirbelknochen geben nach) und Keilwirbelbildung (d.h. die Wirbel weichen von der normalen Form ab) resultiert eine zunehmende Kyphosierung (=Buckelbildung) der gesamten Wirbelsäule mit einer Änderung der Wirbelsäulenstatik. Das führt zu einer vermehrten Belastung Wirbelkörper, die an die Frakturen angrenzen. So werden Anschlussbrüche wahrscheinlicher. Diese Prozesse sind für viele Patienten mit dauerhaften Schmerzen weit über die akute Phase hinaus verbunden.
Die Diagnose wird mittels Röntgenaufnahmen gestellt. Um „stumme“ Wirbelkörperfrakturen zu erkennen, die sich bisher noch nicht bemerkbar gemacht haben, oder um einen noch aktiven Wirbelkörperbruch zu erkennen, ist eine Kernspintomographie hilfreich.


Warum sind diese Brüche schmerzhaft?
Die Schmerzen erklären sich durch die Instabilität und die Fehlstellung, die durch die Brüche entstehen. Dabei werden insbesondere die kleinen Wirbelkörpergelenke belastet und schmerzen. Außerdem kann eine zunehmende Fehlstellung zu weiteren Stolperstürzen und auch Atembehinderungen führen.

Verschleißerscheinungen betreffen nicht nur die Bandscheiben sondern genauso auch Knochen, Bänder und Gelenke im Bereich der Wirbelsäule.

Vor allem im Rahmen eines chronischen Bandscheibenschadens, aber auch bei einem Wirbelgleiten versucht der Körper diese Schwachstellen zu “reparieren” bzw. zu stabilisieren. So werden um und über die defekte Bandscheibe Knochen im Wirbelkanal (=Spinalkanal) gebaut, um so den Bandscheibenraum zu überbrücken und zu versteifen. Typischerweise finden sich an der Lendenwirbelsäule solche Knochenbrücken vor allem auch an den Wirbelbögen. Auch das „gelbe Band“ Ligamentum flavum, welches zwischen den Wirbelbögen aufgespannt ist, wird oft verdickt. Aufgrund dieser „Reparaturarbeiten“ wird der Wirbelkanal enger.

Da der Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule relativ weit ist, toleriert der Körper diese Einengung bis zu einem erheblichen Grad nahezu ohne Schmerzen. Ist der Druck auf die Nervenwurzeln jedoch zu groß, können entweder Schmerzen im Rücken oder in den Beinen einhergehend mit einem Taubheitsgefühl, gelegentlich auch mit Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten.

Eines der ersten Zeichen für eine ausgeprägte Spinalkanalstenose bzw. eines fortgeschrittenen Wirbelgleitens ist häufig eine so genannte Gehstreckenverkürzung (Claudicatio spinalis). So ist ein Patient im Sitzen oder Liegen schmerzfrei, läuft er aber wenige hundert Meter oder bleibt er auf einer Stelle stehen, dann treten Schmerzen und eine Schwäche in den Beinen auf. Beugt sich der Betroffene nach vorne oder setzt sich wieder hin, so verschwinden die Beschwerden typischerweise.

In seltenen Fällen treten bei einer Spinalkanalstenose die Symptome zum Beispiel nach langem gebückten Arbeiten auf, dann können sie auch durchaus mit Lähmungserscheinungen von einzelnen Muskeln beziehungsweise einem Taubheitsgefühl in den Beinen einhergehen.

Auch um die Halswirbelsäule kann der Spinalkanal durch Knochenbrücken verengt werden

Typischerweise klagen Patienten zu Anfang über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf, mit der Zeit können die Schmerzen über die Schultern bis in die Arme und Finger hinab ziehen. Ebenso wie bei einem Bandscheibenvorfall können die Schmerzen mit Taubheitsgefühl und Lähmungserscheinungen der Muskeln einhergehen. Sehr selten können aus extrem starken Verknöcherungen Gangstörungen, Zucken der Beine sowie auch Blasen- und Mastdarmstörungen resultieren (zervikale Myelopathie).

Verlauf: im Gegensatz zu einem “weichen“ Bandscheibenvorfall kann der Körper knöcherne Veränderungen nicht rückgängig machen. Meist schreiten diese sogar langsam fort und führen zu einer Zunahme der Symptome, weshalb eine Operation notwendig werden kann.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch die körperliche Untersuchung und die Bestätigung des Befundes im MRT.
 

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Bei der Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) handelt es sich um eine Verbiegung der Wirbelsäule mit Verdrehung (Rotation) von Wirbelkörpern.

Die Wirbelsäule bildet eine oder mehrere S-förmige Verkrümmungen. Eine wesentliche Ursache ist wahrscheinlich genetisch, verstärkt durch einseitige Belastungen. Andere Ursachen sind muskuläre Erkrankungen oder im Alter erworbene, Verschleiß bedingte Skoliosen.

Auffällig werden die Skoliosen durch die sichtbare Verkrümmung (v.a. bei Jugendlichen) und/oder Schmerzen. In extremen Fällen können sogar Atembehinderungen auftreten. Gerade in der Pubertät kann die Skoliose innerhalb weniger Monate erheblich fortschreiten.

Deswegen ist die frühe Erkennen und das exakte Ausmessen der Skoliose wichtig. So kann in den meisten Fällen die Skoliose beobachtet oder durch eine konservative Therapie mit Krankengymnastik, ggf. unterstützt durch ein Korsett gut gesteuert werden. Manchmal helfen schon kleine Maßnahmen, wie ein Schuhausgleich, Sie wieder „ins Lot“ zu bringen.

Schreitet die Skoliose jedoch fort, ist eine Operation sehr hilfreich, um die Ausrichtung der Wirbelsäule wieder natürlich zu gestalten und den Körper wieder “in Form” zu bringen. Damit werden Folgeprobleme im Brustkorb (Atmung) und im Becken (Arthrose) vermieden oder aufgehalten. Wir nehmen uns Zeit, die Beschwerden mit den Befunden abzugleichen und Ihnen oder Ihren Kindern eine adäquate Therapie anzubieten.

Hier finden sich starke Ähnlichkeiten mit der klassischen Spinalkanalstenose.

Sind die Wirbel nicht mehr stabil, „rutschen“ sie ab. Dies bewirkt, dass Nervenschlauch beziehungsweise Nervenwurzeln sich zusammendrücken. Da der Körper dieses „Gleiten“ aufhalten will, reagiert er mit dem „Anbau“ von Knochen und einer Verstärkung der Gelenke und Bänder. Hieraus resultiert z. B. auch die häufig schwere Arthrose der kleinen Wirbelgelenke.

Die meisten Patienten berichten zunächst über Rückenschmerzen, bei einem Fortschreiten des Wirbelgleitens zunehmend auch über ausstrahlende Schmerzen in die Beine, später auch einhergehend mit einem Taubheitsgefühl oder Muskellähmungen. Vor allem beim Aufstehen und Laufen verstärken sich die Beschwerden, durch Hinlegen oder Sitzen nehmen sie ab.

In seltenen Fällen erreicht der Körper durch seine oben beschriebenen „Umbauvorgänge“, dass die Wirbel sich stabilisieren. Gelingt dies hingegen nicht, rutschen die Wirbel also mehr und mehr ab, dann verstärken sich meist auch die Beschwerden. Die anfänglichen Rückenschmerzen strahlen zunehmend in die Beine und Füße aus, diese werden häufig beim Gehen auch recht schnell taub, gelegentlich kommt es auch zu einem Wegknicken und vermehrten Stolpern.

Bei der Osteochondrose handelt es sich um eine Bandscheibenerkrankung, welche zunehmend die Bandscheibe zerstört.

Häufig bleibt dieses Bandscheibenleiden stumm, d.h. sie empfinden zunächst keine Schmerzen. Jedoch kann durch den dann entstehenden Höhenverlust eine schmerzhafte Einengung der Nervenwurzeln entstehen.

Die Diagnosestellung erfolgt durch die körperliche Untersuchung und die Bestätigung des Befundes im MRT.
 

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Oder die Bandscheibe verliert ihre so wichtige Funktion als Puffer und Stabilisator und das betroffene Wirbelsäulensegment (Hyperlink) wird instabil. In einigen Fällen kann sich das Segment sogar entzünden. Wir sprechen in diesen Fällen von einer aktivierten Osteochondrose.

Alle diese Komponenten erklären Ihre Schmerzen. Die häufigste Therapie ist konservativ (d.h. wir therapieren mit Physiotherapie und ähnlichen Methoden), in einigen Fällen kann Ihnen jedoch eine Operation eine deutliche Schmerzlinderung ermöglichen.