KONSERVATIVE

THERAPIEN

Einfache Mittel – nachhaltiger Erfolg

In den allermeisten Fällen können Rückenschmerzen konservativ behandelt werden, d.h. es ist kein chirurgischer Eingriff notwendig.

Daher beginnen wir in der Regel mit einer sechs- bis achtwöchigen konservativen Therapie, bevor wir eine Operation in Erwägung ziehen.

Die Behandlung besteht normalerweise in der Therapie der Entzündung um den schmerzhaften Nerv herum. Leichte Fälle sind häufig gut mit Bettruhe oder entzündungshemmenden Medikamenten zu behandeln. Andere konservative Maßnahmen umfassen die Physiotherapie, Cortisoninjektionen, Ultraschall, Reizstrom, Akupunktur, Wärme- oder Kälteanwendungen, Massage und Bäder.

Wie können Sie zu Ihrer Heilung beitragen?

  • Gesund leben
  • Übergewicht reduzieren
  • Mindestens 30 Minuten am Tag gehen und Bauchmuskeltraining betreiben
  • Aufhören zu rauchen
  • Darauf achten, wie Sie stehen, sitzen und liegen. Achten Sie auf eine gute Körperhaltung. Vermeiden Sie langes Stehen, Stühle mit gerader Rückenlehne und das Schlafen auf einer festen Matratze.

Nicht immer sind Rückenschmerzen auf Bandscheibenvorfälle zurückzuführen. Häufig sind Veränderungen der Zwischenwirbelgelenke für lang anhaltende Schmerzen verantwortlich. Sind solche Beschwerden erst einmal entstanden, so lässt sich der „Teufelskreislauf“ (Schmerz = Fehlhaltung der Wirbelsäule und Muskelverspannungen = Schmerz) in vielen Fällen durch eine mit modernen radiologischen Verfahren gesteuerte Infiltrationstherapie durchbrechen.

Unter Bildsteuerung können wir die spezielle Injektionsnadel direkt im Bereich des Wirbelgelenkes zielgerichtet platzieren.

Anschließend behandeln wir mit unterschiedlichen schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten.

Die periradikuläre Therapie ist geeignet, wenn Ihre Nervenwurzeln gereizt sind und Sie durch konventionelle Schmerzbehandlung keine dauerhafte Linderung erfahren. Eine Reizung der Nervenwurzel erkennt man an einer Schmerzausstrahlung in das Bein oder den Arm. Die Bezeichnung “Periradikuläre Therapie (PRT)” bedeutet, dass wir eine Nervenwurzel direkt mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten umspritzen. Auf diese Weise können wir eine hohe Wirkstoffkonzentration in dem Bereich erzielen, in der der Wirkstoff gebraucht wird.

Damit wir dies erreichen, setzen wir die Bildgebung, also ein Röntgengerät oder die Kernspintomographie ein. So wird es möglich, den Schmerzgenerator exakt festzustellen. Damit können wir das Medikament dort präzise injizieren (einspritzen). Durch den direkten Kontakt des Medikamentes mit dem Nerven kommt es zu einer optimalen Wirkungsentfaltung.

Der Eingriff ist schmerzarm, dauert nur einige Minuten und kann eine dauerhafte Wirkung erreichen. Zur langfristigen Reduktion der Beschwerden sind erfahrungsgemäß mehrere Injektionen (zumeist 3-6), die im Abstand von 1 Woche durchgeführt werden, notwendig. Nach der Injektion können in seltenen Fällen kurzfristig ein Taubheitsgefühl und eine Schwäche am Bein bzw. Arm auftreten. Dies ist eine dosisabhängige Wirkung der örtlichen Betäubung und verschwindet normalerweise nach kurzer Zeit.

Achtung: Die örtliche Betäubung kann Ihre Reaktionszeit an den Armen oder Beinen verlängern. Deshalb sollten Sie nicht selbst mit dem Auto fahren.

Häufig ist das Iliosakralgelenk die Ursache für Ihre Schmerzen. Diese oftmals unterschätzte Gelenkverbindung zwischen der Wirbelsäule und dem Becken ist sehr groß und flächig aufgebaut. Zwar hat das IS-Gelenk nur geringes Bewegungsausmaß, wird aber sehr stark belastet im Stehen und Sitzen sowie bei Drehbewegungen. Bei Fehlstellungen oder - Haltungen kann das Gelenk schmerzhaft gereizt sein, genauso wie bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen.

Nach Ausschöpfen anderer Therapien wie Schmerztabletten, Krankengymnastik oder Chirotherapie kann eine gezielte Schmerztherapie Linderung bringen.

Dieser mikrotherapeutische Eingriff unter Computertomographie- oder Röntgenkontrolle ist in wenigen Minuten durchgeführt und wird sehr gut vertragen. Ein Taubheitsgefühl oder gar Lähmungen sind nicht zu erwarten. In der Regel sind wie bei der PRT mehrere Injektionen erforderlich, um eine lang anhaltende Besserung zu erzielen.

Die Chirotherapie ist eine etablierte Methode und ein wichtiges Element in der Behandlung funktioneller Beschwerden der Muskeln, Gelenke und der Wirbelsäule. Klassischerweise handelt es sich um Blockierungen, die durch eine sanfte Therapie gelöst werden können.

Chirotherapeuten müssen eine mehrjährige strukturierte Ausbildung und eine Prüfung vor der Ärztekammer ablegen.

Komplikationen sind sehr zwar selten. Aber auch eine fachgerechte Chirotherapie kann zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen.

Noch seltener treten im Halsbereich Schädigungen der Halswirbelsäulenarterie auf, die im schlimmsten Fall zu Durchblutungsstörung mit Gehirnschädigung führen kann.
Wir bieten Ihnen jedoch die Chirotherapie nur an, wenn der Nutzen klar erkennbar ist und die seltenen Risikofaktoren ausgeschlossen wurden.

Nach einer Behandlung der Halswirbelsäule sollten Sie sich noch ca 15 Minuten in der Praxis zur Beobachtung aufhalten. Ein leichter und vorübergehender Schwindel ist harmlos. Sie sollten jedoch zunächst für ca. 1 Stunde nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Wenn die Beschwerden länger anhalten (z.B. Schmerzen, Gefühlsstörungen, Schwindel, u.ä.), nehmen Sie bitte wieder Kontakt zu uns auf.

Die Osteopathie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren und geht zurück auf den amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917). Dieser gründete eine Osteopathie Schule in der von seinen Schülern und deren Nachfolgern die Osteopathie bis heute weiterentwickelt wurde.
Im Mittelpunkt stehen die Selbstheilungskräfte des Körpers und das Prinzip, den gesamten Körper immer als Einheit zu betrachten.

Der Osteopath diagnostiziert und behandelt dabei mit seinen Händen und spürt Veränderungen und Spannungen in Muskeln, Geweben, Gelenken und Organen. Die sanften Behandlungstechniken sind extrem effektiv und erfordern eine langjährige Ausbildung und weiteres Training des Therapeuten.

In der Osteopathie werden körperliche Beschwerden mit 3 verschiedenen Schwerpunktansätzen diagnostiziert und behandelt:

  1. PARIETALE Osteopathie: Therapie am Bewegungsapparat, Knochen, Muskeln, Sehnen, Faszien, Gelenke
  2. CRANIOSACRALE Osteopathie: Therapie bei Spannungsstörungen am Schädelknochen, der harten Hirnhaut (Dura mater), Rückenmark, Becken
  3. VISCERALE Osteopathie: Therapie bei Bewegungsstörungen an inneren Organe und Bindegewebe (z.B. Leber, Dickdarm, Dünndarm, Niere, Zwerchfell, sympathisches Nervengeflecht)

Die alles verbindende Struktur innerhalb der osteopathischen Denkweise und Therapie sind die Faszien. Diese sind bindegewebige Hüllen, die nicht nur wie eine tiefere Haut alle Muskeln, Knochen, Gelenke und Organe umschließenl, sondern sie sind selbst speichenartige Strukturen im Körper, welche quer und längs alle unterschiedliche Gewebe miteinander verbinden.

Eine krankhafte Faszienspannung kann sich daher durch den gesamten Körper ziehen und in ihrer Folge Fehlhaltungen und Schmerzen verursachen.

Mit osteopathischen Techniken kann diese Faszienspannung wahrgenommen werden. Ihr zu folgen und sie mit Hilfe spezieller Behandlungstechniken in allen Bereichen zu lösen ist eine zentrale Aufgabe des ärztlichen Osteopathen.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die Osteopathie Behandlung keine orthopädische Regelbehandlung ist. Es existieren schulmedizinische Behandlungsalternativen.

Weitere Information finden Sie auch unter:

http://www.osteopathie-krankenkasse.de/kostenuebernahme/

https://www.daao.info/patienten-info

http://www.erop.org/de/

Das Verfahren der professionellen Applied Kinesiology (AK) wurde in den 60ziger Jahren aus der amerikanischen Chiropraktik von G. Goodheart entwickelt. Sie stellt eine ganzheitliche medizinische Methode dar, die es dem Arzt ermöglicht, selbst verdeckte Krankheitsbilder zu erkennen und zu behandeln.

Die AK hat sich zu einem erfolgreichen Diagnose- und Behandlungsverfahren entwickelt und ist nicht nur für orthopädische Beschwerdebilder anzuwenden. Sie kann nur von diplomierten Medizinern ausgeübt werden und ist in ihrer Theorie und praktischen Durchführung von anderen kinesiologischen (Laien-) Verfahren abzugrenzen.
Die Theorie, welche der AK zugrunde liegt, ist die Annahme, dass sich unser Körper selbst heilen und regulieren kann.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist die Beseitigung aller Faktoren, die ihn daran hindern.

Den Kern der Behandlung bildet eine funktionelle neurologische Untersuchungsmethode mit definierten Muskeltests, die Aufschluss über Funktionsstörungen im Körper geben kann. Hierbei können strukturelle, knöcherne und muskuläre, funktionelle, chemische, hormonelle oder auch emotionale Störungen die Ursache für Erkrankungen sein.

Beschwerden und Schmerzen aus Schiefhaltungen und Fehlbelastungen sind meist Ausdruck einer gestörten Muskelansteuerung. Die Ursachen können hierbei durch die AK unter Verwendung dieser Muskelansteuerung dargestellt werden.

Dabei kann auch eine alte Operationsnarbe, ein entzündeter Zahn oder frühere Unfälle ursächlich für die Fehlsteuerung sein. Diese Zusammenhänge lassen sich mit der Applied Kinesiologie diagnostizieren und Spannungsverhältnisse im Körper mit Wirbelkörper- und Beckenfehlstellungen gezielt nachweisen und auch therapieren.

Häufig verbindet hierbei die AK verschiedene medizinische Fachgebiete und stellt übergeordnete Zusammenhänge dar, die bei individueller Therapie oft weitreichende Verbesserungen erzielen können.

Die Injektion von Hyaluronsäure ist ein effektives Mittel zur Behandlung von schmerzhaften Gelenkbeschwerden bei leichter und mittelgradiger Arthrose. Der Nutzen der Therapie ist durch mehrere hochwertige Studien belegt und Bestandteil der Empfehlung deutscher Fachgesellschaften.

Einer Knorpeltherapie mit Hyaluronsäure geht immer eine klinische Untersuchung des Gelenkes und eine Beurteilung des Knorpelschadens im MRT voraus.  Die Hyaluronsäure wirkt im Gelenk im Sinne einer "Viscosupplementierung" als Schmiermittel und stimuliert die körpereigene Knorpelregeneration.

In der Regel werden 3 Behandlungen im Abstand von 1-3 Wochen geplant.

Bei Verletzungen von Sehnen, aber auch bei Muskelverletzungen oder Sehnenentzündungen kann die Heilung durch Autologes Conditioniertes Plasma (ACP)  unterstützt werden.

Hierbei handelt es sich um körpereigenes (autologes) Blutplasma, das durch eine spezielle Herstellung von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und konzentriert wird. Das ACP wird aus Eigenblut gewonnen. Dafür wird eine kleine Menge Blut (ca.15 ml) aus der Armvene entnommen und zentrifugiert.

In dem so gewonnenen Überstand sind die körpereigenen Wachstumsfaktoren konzentriert. Diese werden dann an den Ort der Sehnen-oder Muskelverletzung injiziert, um die Heilung zu stimulieren. Ein großer Vorteil dieser Behandlung besteht darin, dass so gut wie keine Nebenwirkungen auftreten.

Mit modernen Geräten werden hochenergetische Körperschallwellen erzeugt, welche bei Sehnenansatzbeschwerden und vielen anderen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates Schmerzen lindern können. Verschiedene Techniken erlauben es, die erforderliche Energie präzise und fokussiert zu steuern.

Die unten stehenden Behandlungen sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und werden daher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Abrechnung erfolgt privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Private Krankenkassen übernehmen die Kosten im Regelfall.

Gerne beraten wir Sie dazu in einem persönlichen Gespräch.