Behandlungen an Ihrer Schulter in Hannover

Operative Therapie - Schulter

Spätfolgen nach Oberarmkopfbruch

Ist ein Oberarmkopfbruch bereits durch eine Operation oder mittels Ruhigstellung des Armes versorgt worden, kann sich im Heilungsverlauf dennoch eine Funktionseinschränkung ausbilden.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Funktion der Rotatorenmanschette durch den Bruch eingeschränkt ist oder es zu einer "Fehlverheilung" der Knochenfragmente gekommen ist. Auch Verklebungen der Gelenkkapsel können zu einer schmerzhaften Einschränkung der Gelenkfunktion führen.

Symptomatik

Frakturfolgezustände zeichnen sich typischerweise dadurch aus, dass auch nach absolvierter Bruchbehandlung keine ausreichende Entwicklung der Schulterfunktion zu verzeichnen ist. Der Funktionsverlust kann schmerzarm aber auch sehr schmerzhaft sein. Typisch ist das Ausbleiben einer Besserung trotz intensiver krankengymnastischer Behandlung. In vielen Fällen erbringt auch die alleinige Entfernung des eingebrachten Fremdmaterials (Knochenplatte, Marknagel) nicht den gewünschten Erfolg.

Diagnostik

Neben der ausführlichen körperlichen Untersuchung wird insbesondere der Heilungszustand der Oberarmkopffraktur beurteilt. Dies gelingt am Besten per Computertomographie (CT). Sind andere Ursachen einer Heilungsverzögerung, wie z.B. eine Entzündung, ausgeschlossen, muss nachvollzogen werden, ob die Symptomatik weichteilig oder knöchern bedingt ist.

 

Therapie

Wird eine Vernarbung der Gelenkkapsel als Ursache der Symptomatik identifiziert,  kann das Problem durch eine Gelenkspiegelung mit Lösung der kapsulären Verklebungen (Arthrolyse) und ggf. Entfernung des Fremdmaterials behoben werden.

Besteht die Ursache in einer knöchernen Fehlverheilung und sind bereits mehrere Voroperationen durchgeführt worden, so wird die Implantation einer inversen Schulterprothese zur Wiederherstellung der Schulterfunktion empfohlen.

Nachbehandlung

Nach dem arthroskopischen Lösen von Verklebungen (Arthrolyse) beträgt der Klinikaufenthalt ca. 3-5 Tage und dient dem intensiven kankengymastischen Training der Schulterbeweglichkeit. Eine Ruhigstellung des Armes ist nicht erforderlich.

Der Klinikaufenthalt nach Implantation einer inversen Schulterprothese beträgt ca. 5-7 Tage. Zur Nacht wird der Arm in einem sog. Abduktionskissen ruhigstellt. Hieraus werden bereits am 1. Tag nach der OP Bewegungsübungen durchgeführt. Die ambulante Nachbehandlung erstreckt sich über ca. 3 Monate.

Schulter- & Ellenbogen-Spezialisten in Hannover und Hildesheim

Prof. Dr. med.

Mathias Wellmann

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. med.

Werner Koithan

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie